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Bei den Mietsteigerungen liegt Augsburg nach Berlin bundesweit an der Spitze. Der Bestand an  Sozialwohnungen sinkt seit 20 Jahren kontinuierlich. Hatte die Stadt 1994 noch fast 17.000 Sozialwohnungen, unterlagen im Jahr 2014 nur noch 6.083 Wohnungen der Sozialbindung. IN unserer Stadt leben nach offiziellen Zahlen knapp über 10.000 Arbeitslose, hinzu kommen Menschen in sogenannten „Berufsvorbereitenden Maßnahmen“, Ein-Euro-Jobber und viele Azubis – alle können sich keine vernünftigen Wohnungen leisten.
Aber gab es da nicht vor Jahren eine Mietpreisbremse, die genau das vrhindern soll? Falsch gedacht, diese greift in Augsburg nicht, denn der Stadtrat verhindert seit Jahren erfolgreich die dafür notwendige Erstellung eines Mietspiegels. Lediglich 100 neue Sozialwohnungen werden jährlich gebaut. Das ist viel zu wenig. Der Ärmsten Stadt Bayerns fehle dafür das Geld. Ein weiteres Beispiel wohn die chronische unterfinanzierung der Kommunen in der Republik führt. Und das wenige Geld, welches vom Bund kommt wird in Prestigeprojekte wie die Bahnhofsunterführung oder eine viel zu teure Theatersanierung gesteckt.
Leider ist Wohnungsnot nichts Neues. Die Wohnungslosigkeit steigt in der Bundesrepublik seit einigen Jahren. Dafür gibt es viele Gründe – in den Städten, in denen leicht Arbeit zu finden ist, sind die Mieten besonders hoch, Menschen, die von Hartz IV leben, finden keine Wohnung, die vom Jobcenter bezahlt wird, und die Lohnentwicklung lässt keinen Spielraum für höhere Mieten. Aber der wirkliche Grund für den Mangel an Wohnungen ist, dass es einen Wohnungsmarkt gibt.
Die Anhänger des Marktes behaupten, wenn die Nachfrage steigt, steigt auch das Angebot. Und wenn die Preise zu hoch würden, ginge die Nachfrage zurück, bis der Preis wieder stimmt. Nur – man kann nicht darauf verzichten, irgendwo zu wohnen. Selbst dann nicht, wenn die Miete zu hoch ist. Und die Anbieter auf dem Wohnungsmarkt haben kein wirkliches Interesse daran, dass die Mieten sinken. Sie wollen vor allem die höchste Rendite aus den Wohnungen ziehen.

Wir fordern :
• die Sofortige Erstellung eines Mietspiegels
• die sofortige Planung und Querfinanzierung zur Schaffung neuer Sozialwohnungen – gemessen an der Anzahl der hier lebenden GeringverdienerInnen