Spiel mir das Lied vom Tod

Gepostet am 24. November 2015 Allgemein

aktionsfotoDer Verein für Flüchtlingshilfe Tür an Tür e.V. leistet in Augsburg großartiges. Sprachkurse, Unterbringungen, Betreuung, Ämterbegleitung – das alles wäre ohne diesen Verein und die engagierten Freiwilligen in Augsburg nicht möglich.
Umso sarkastischer und verlogener ist es, dass der Musikkorps der Bundeswehr für diesen Verein am Montag ein Benefizkonzert in der Kongresshalle veranstaltet hat.

Denn die Bundeswehr steckt mit ihren Machenschaften tief in den Fluchtursachen, die Millionen von Menschen dazu zwingen ihre Heimat zu verlassen. Deshalb waren wir mit Transparent und Flyer vor Ort, um den Besuchern Weiterlesen »

Abschiebestopp jetzt!

Gepostet am 11. November 2015 Allgemein

Am Donnerstag, 05.11.2015 wurde die 9-köpfige Familie Rama aus einer Flüchtlingsunterkunft in Augsburg nach Belgrad abgeschoben. Ohne Ankündigung, rechtlich anfechtbar und menschlich unterirdisch.Die Familie lebte seit knapp fünf Jahre hier, ließen sich nichts zu Schulden kommen und integrierten sich vorbildlich. Der 6 Monate alte Sohn leidet unter einer Atemwegserkrankung und sollte operiert werden. Die Mutter Weiterlesen »

refugees-welcome-bring-your-familiesUnter dem Titel „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ beschlossen Bundestag und Bundesrat vorgestern und gestern eine enorme Verschärfung des Asylrechts. Die Große Koalition setzt somit mit freundlicher Unterstützung der Grünen auf eine Flüchtlingspolitik der Abschreckung und Spaltung. Keineswegs wäre der tiefgreifendste Einschnitt in das Grundrecht auf Asyl seit 1993 ohne die rassistische Stimmungsmache der letzten Monate möglich gewesen. Die Eindrücke zahlreicher Anschläge auf Flüchtlingsheime und zehntausender Menschen auf Pegida Kundgebungen wurden bereitwillig von Politik und Medien aufgenommen. Was daraus folgt ist eine Gesetzesänderung, die die Menschenwürde und den Gleichheitsgrundsatz mit Füßen tritt und Flüchtlinge in Deutschland nach ihrer ökonomischen Verwertbarkeit sortiert.

Abschreckung statt Integration
Die beschlossenen Gesetzesveränderungen zielen vor allem auf Weiterlesen »

P1140649swVorerst hat sich die Fusion gegessen. Gut 70% aller Wähler entschieden sich am 12. Juli für ein klares Nein zur Fusion des Energiesektors der Stadtwerke mit Erdgas Schwaben – und darüber kann man froh sein. Warum? Warum sollte Weiterlesen »

Am 12. Juli: NEIN zur FUSION !

Gepostet am 11. Juli 2015 Allgemein

P1140648swEine heiße Diskussion fegt durch unsere Stadt. Kurt Gribels CSU, zusammen mit der SPD wollen die Energiesparte der Augsburger Stadtwerke mit Erdgas Schwaben Fusionieren lassen. Am liebsten hätten sie uns gar nicht gefragt, was wir, die Augsburger, von der geplanten Fusion unserer Energieversorgung halten. Weiterlesen »

ddr

Arnold Schölzel lebt in Berlin und ist Chefredakteur der linken Tageszeitung junge Welt. Der frühere Bundeswehrsoldat lief in die DDR über und deckte dort Operationen der Westgeheimdienste auf. Als Journalist vermittelt Schölzel daher spannenden Diskusionsstoff um die Angriffsmethoden des Kapitalismus auf alternative Gesellschaftssysteme – gestern wie heute.
Ein solch strittiges Thema mit einem so versierten Referenten verspricht volles Haus. Wir können also sehr gespannt sein, welche Einsichten und Infos uns der Abend bringt. Eines dürfte klar sein: Es wird wahrscheinlich so ziemlich alles andere sein als das, was wir in unseren Schulbüchern zu lesen bekommen.

Los gehts am Mittwoch, 11. Februar, um 19:30 Uhr bei uns im Hans-Beimler-Zentrum (eine Gehminute von der Haltestelle Oberhauser Bahnhof, Straßenbahnlinie 2)

cuba
Wenn die Bevölkerung eines Landes keine Armut zu verzeichnen hat, alle ein Dach über dem Kopf haben, es keinen Hunger gibt und eines Jedermanns Grundbedürfnisse gedeckt werden können, denkt man nicht, dass es sich um das Dritte Welt Land Kuba handeln könnte. Inmitten einer internationalen Isolation durch die Handelsblockade der USA gelingt es der Karibikinsel im Bereich Soziales Zahlen zu schreiben wie die entwickelten westlichen Industriestaaten. Bei den neuesten Wirtschaftsreformen wurden 8 millionen Kubaner und Kubanerinnen eingebunden und 3 millionen Anträge der Bevölkerung wurden eingearbeitet. Was ist also dran am sozialistischen drittwelt Land Kuba und was könnten wir nicht doch von der Karibikinsel lernen?

Mit unserer Veranstaltung am Dienstag, 9.12.14 wollen wir über die Bedingungen auf der Karibikinsel aufklären und eine hoffentlich sehr spannende Diskussion anregen. Los gehts um 19:30 Uhr bei uns im Hans-Beimer-Zentrum, Manlichstr.3 Oberhausen (ca. 2 min. Fußweg von der Haltestelle Oberhauser Bahnhof).

HELMES – Outing

Gepostet am 2. Oktober 2014 Allgemein

_AUG9506-20.09.14Am letzten Samstag veranstaltete die SDAJ-Augsburg eine Outing-Aktion zum Thema Leiharbeit in der Augsburger Innenstadt. Ziel der Aktion war die Zeitarbeitsfirma HELMES, welche schon in der Vergangenheit des Öfteren wegen ihrer schlechten Arbeitsbedingungen auffiel.
Als Leiharbeiter der Firma HELMES hat man mit verschiedenen Faktoren zu kämpfen. Meist trifft man schon zu Beginn des Arbeitsverhältnisses auf unfreundliches HELMES-Personal im Büro – wen wunderts, denn den Mitarbeitern dort wird jegliche Kommunikation untereinander untersagt, sofern es sich nicht um geschäftliche Dinge handelt. Sobald es dann daran geht seinen Lohn, erst irgendwann Mitte des nächsten Monats, zu erhalten, geht die Schikane weiter. Oft wird zu wenig ausgezahlt und es muss um jeden Cent gekämpft und diskutiert werden, in den meisten Fällen erfolglos. Das Personal wehrt sich mit fahrigen Ausreden mit denen sich der leiharbeiter dann abfinden muss.
Auch im Einsatzbetrieb sind die Umstände nicht besser. Jeden Tag fürchten die Menschen ihren Arbeitsplatz grundlos zu verlieren. Es kommt häufig vor, dass sich Mitarbeiter krank in die Arbeit schleppen. Kündigungen auf Grund krankheitsbedingter Fehltage sind keine Seltenheit. Da reicht es schon eine Woche mit Grippe flach zu liegen und der Job ist weg. Diesen permanenten Druck und die Angst um den Job spürt man auch am Arbeitsplatz. „Die Arbeiter trauen sich nicht auf ihre Rechte hinzuweisen und lassen sich Tag für Tag vom Chef erniedrigen und beleidigen. Mindestens einmal pro Woche redet der Chef in der Besprechung von anstehenden Kündigungen und macht den Arbeitern Druck. Zum Betriebsrat können wir nicht gehen, weil der für uns nicht zuständig ist.“ Erzählt Anna, die für den HELMES Personalservice bei Fujitzu in Augsburg arbeitet.
Schon diese wenigen Beispiele zeigen wie unmenschlich Leiharbeit ist. Sie macht den Mensch zur Ware die nach Belieben hin- und hergereicht und ausgebeutet werden kann. Mit unserem Outing wollten wir auf diese schlechten Zustände aufmerksam machen. Das ist uns auch recht gut gelungen. Mit einem „Glücksrad“, das den Arbeitsmarkt für einen Leiharbeiter simulieren sollte, als Blickfang für die Passanten und motivierten Helfern, die Flyer verteilt und über die Missstände aufgeklärt haben, haben wir vor der HELMES-Filiale für Stimmung gesorgt. Viele Passanten zeigten sich interessiert und ließen sich auf Diskussionen ein. Auch einige Leiharbeiter, die für HELMES arbeiten, blieben stehen und erzählten von ihrem Betrieb und den dort herrschenden Bedingungen.
Schon bald wiederholen wir die Outing-Aktion vor einem großen Betrieb in Augsburg.
Leiharbeit gehört verboten. Das wollen wir mit unseren Aktionen an Hand von konkreten Beispielen aufzeigen.
Denn sie sorgt für eine systematische Untergrabung der Tarife, der Betrieblichen Mitbestimmung und des Kündigungsschutzes.

HELMES-Outing in Augsburg

Gepostet am 10. September 2014 Allgemein

outing zitatDie SDAJ startet zur Zeit mit der Kampagne „Unsere Zukunft statt eure Profite“ bundesweit in größeren Städten sogenannte „Outings“. Das heißt im Klartext, dass Informationen über Betriebe mit schlechten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen gesammelt werden und in Form einer öffentlichen Kundgebung der jeweilige Betrieb an den Pranger gestellt wird.
Auch in Augsburg organisieren wir ein solches Outing. Das Los sollte Schwabens größte Zeitarbeitsfirma HELMES mit dem Sitz in der Annastraße treffen. Wir interviewten junge Menschen, die über diese Firma angestellt sind oder sogar bei HELMES direkt arbeiten.

Die Helmes Fimengruppe ist eine der größten regionalen Leiharbeitsfirmen in Schwaben. Sie Spezialisierte sich auf Großkunden in der Industie wie dem  Computerhersteller Fujistsu Technology Solutions oder dem katholische Versandriese Weltbild , denen sie hunderte von Arbeitskräften zur Verfügung stellen.

Zeitarbeit und andere prekäre Beschäftigungsformen sind in Deutschland immer weiter auf dem Vormarsch. Während es zu Beginn der 90er Jahre Bundesweit nur 100.000 Leiharbeiter gab hat sich diese Zahl bis 2011 verachtfacht und geht heute auf die Millionengrenze zu.

„Das schlimmste ist aber die Ständige Angst um den Arbeitsplatz. Die Einsatzfirma kann einen jederzeit wieder abmelden, das müssen sie nicht einmal Begründen. Da reicht schon eine Woche Krankheit oder eine geringe Auftragslage und schon ist man seinen Job los. Das führt dazu, dass die Kollegen arbeiten gehen obwohl sie krank sind, sich gegenseitig anschwärzen oder lieber die Klappe halten als ihre rechte einzuklagen, wenn die Leihfirma einem den Urlaub nicht geben will oder mal wieder ein Fehler in der Lohnabrechnung auftaucht,“ erzählt Michael, der drei Monate für Helmes bei Fujitsu gearbeitet hat.
Am 20.September von 14 bis 16 Uhr Outen wir deshalb die HELMES Firmengruppe in der Annastraße als Ausbeuter und Jobkiller und fordern:

  • DAS SOFORTIGE VERBOT VON LEIHARBET!
  • UMBEFRISTETE ÜBERNAHME ALLER AZUBIS!
  • MINDESTAUSBILDUNGSVERGÜTUNG VON 1200 € NETTO!
  • 14 € MINDESTLOHN!

Wer Bock hat uns zu Unterstützen kann gerne mitmachen und am Samstag, den 20. September vorbeischauen!

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